Der Deutsche Orden,


auch Deutschherren oder Deutschritterorden genannt, ist eine geistliche Ordensgemeinschaft.
Gemeinsam mit dem Johanniter bzw. Malteserorden steht er in der Nachfolge der Ritterorden aus der Zeit der
Kreuzzüge. Der vollständige Name lautet Orden der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem
auf lateinisch ( Ordo Teutonicus ). Die Ursprünge des Ordens liegen während des III. Kreuzzuges um 1190 im
Heiligen Land bei der Belagerung der Stadt Akkon.
Nach der Erhebung der Spitalgemeinschaft zum geistlichen Ritterorden um 1198 engagierten sich die
Mitglieder im Verlauf des 13.Jahrhunderts im Heiligen Römischen Reich.
Eine zentrale Rolle spielte er ab dem Ende des 13. Jahrhunderts der im Baltikum begründete
Deutschordensstaat.

 


                            Der Hospitaler Orden


Der Orden vom Hospital des Heiligen Johannes zu Jerusalem   lateinischer Name: (Ordo Hospitalis sancti
Johannis Ierosolimitani) auch Ritterlicher Orden Sankt Johannis vom Spital zu Jerusalem genannt, entstand nach der Eroberung Jerusalems durch das Heer des Ersten Kreuzzuges im Jahre 1099.
Die Ritter des Ordens wurden auch als Johanniter oder Hospitaliter bezeichnet. Nach dem Untergang der
Kreuzfahrerstaaten und der ab 1306 erfolgten Übersiedlung des Ordens nach Rhodos, der 1530 eine weitere nach Malta folgte, bürgerten sich für die Ordensritter auch die Bezeichnungen Malteser und Rhodesier ein. Der Orden bestand damals aus adeligen Rittern, mit der Krankenpflege waren auch nichtadelige Laienbrüder betraut.

 


Am 27 November 1095 rief Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug auf.
Dieser erste Kreuzzug sollte das morgenländische Christentum ( Jerusalem )
von der Herrschaft der Muslime befreien.

Papst Urban wurde 1881 von Papst Leo XIII. selig gesprochen.
Ein Kreuzzug war zugleich Bußgang und Kriegszug, der nach Auffassung der (nicht orthodoxen, katholisch
christlichen) Zeitgenossen direkt von Gott durch das Wort des Papstes verkündet wurde. Die Teilnehmer legten ein rechtsverbindliches Gelübde ab, ähnlich wie bei einer Pilgerfahrt. Als Folge der göttlichen und päpstlichen Verkündung waren die Kreuzzüge sehr populär. Dies erklärt auch die große Teilnehmerzahl. Die offiziell verkündeten Kreuzzüge wurden als Angelegenheit der gesamten abendländisch-katholischen Christenheit begriffen. Die Kreuzfahrerheere bestanden daher in der Regel aus „Rittern“ aus ganz Europa. Grundlage für die Kreuzzüge war aus christlicher Sicht der Gedanke des gerechten Krieges (lat. bellum iustum), wie er von Augustinus von Hippo vertreten worden war. Dies bedeutete später, dass der „gottgefällige Krieg“ nur von einer rechtmäßigen Autorität verkündet werden konnte (wie dem Papst). Es musste ein gerechter Kriegsgrund vorliegen (wie die ungerechte Behandlung von Gläubigen) und der Krieg musste für gute Absichten
(wie die göttliche Liebe) geführt werden.

 

Deus lo vult